Pressestimmen

 

 

»Ein mitreißender, naturalistischer Spätwestern voller Spannung und Unmittelbarkeit« Variety

»GOLD ist ein Glücksfall für dass deutsche Kino. Der Regisseur pflügt das Genre nicht um, sondern zeigt, was in diesem Genre steckt. Das macht die Magie und Faszination aus – und Nina Hoss als Emily ist großartig. Ein Ereignis. (...) Thomas Arslan erzählt stilsicher, atmosphärisch, überwältigt von der Landschaft und fokussiert auf das Entblättern von Charakteren in einer Gruppe, die auf einander angewiesen sind. Der Ton ist lakonisch, der Stil nüchtern, die Musik schroff, die Bilder sind atemberaubend und die Dialoge knapp. GOLD gibt dem Genre, was das Genre braucht, kümmert sich aber intensiv um jene Sehnsucht nach Freiheit und Glück, die alle antreibt, das Überleben an unwirtlichen Orten anzugehen.« Leipziger Volkszeitung

»Eine faszinierende Reise in eine dramatische Zeit, wunderbar fotografiert« Screen International

»Ein Sehnsuchtsfilm mit einer atemberaubenden Nina Hoss« Mitteldeutsche Zeitung

»Thomas Arslan gelingt nichts Geringeres, als dem Genre des Westerns eine Facette abzuringen, die man in dieser Form noch nicht gesehen hat. In aller Ruhe und mit scharfer psychologischer Beobachtungsgabe zeichnet Arslan ein Zeitbild, das wenig mit einem klassischen Western, dafür aber umso mehr mit Emigration, Fremdheit und Anpassung zu tun hat. Dass es einmal Deutsche sind, die sich mit dem Ungewohnten vertraut machen oder eben auch nicht, ist eine Pointe in „Gold“, die man angesichts des hiesigen, notorisch gut gemeinten Emigratinoskinos gar nicht hoch genug schätzen kann.« Kölner Stadtanzeiger

»Der Clou an GOLD ist, dass Thomas Arslan die uramerikanische Geschichte eines Wagentrecks mit durch und durch deutschem Personal erzählt. Er veranstaltet seinen eigenen Wagentreck durch den kanadischen Norden, den Schauplatz des Klondike-Goldrausches, und rekapituliert damit zugleich ein Stück deutscher Historie. Spätestens wenn eine tolle Frau aus dem Zug steigt, spröde und wortkarg wie die großen Loner des Westernkinos, mit einem eng geschnürten Panzer gegen die Anfeindungen, die allein reisenden Frauen hier entgegenschlagen, weiß man, dass man im richtigen Film ist. Weit öffnet sich dann der Blick auf die endlose Weite unwirtlicher Landschaften, schroffer Berge, dunkler Wälder, karger Steppen, die vom Kameramann Patrick Orth in atemberaubende Bilder und von Dylan Carlsons sirrenden Gitarrenklängen zum Vibrieren gebracht werden. Schlafwandlerisch sicher balanciert Arslan zwischen den Mythen des Genres und dokumentarischer Wahrhaftigkeit, in einem Film, der noch lange nachwirkt.« Welt am Sonntag

»Ein filmisch beeindruckender Spätwestern, ein grandioser Parforce-Ritt des deutschen Arthouse-Kinos« Blickpunkt Film

»Kann das wirklich funktionieren, Nina Hoss, hoch zu Ross im Wilden Westen? Doch dann steigt sie aus dem Zug, mit gedrosselten Träumen von einem besseren Leben, mit Zähigkeit und einem Hauch von abweisender Arroganz gewappnet gegen die Feindseligkeiten, die einer alleinreisenden Frau in diesem rauen Land entgegenschlagen. Unaufgeregt wie die großen Loner des amerikanischen Kinos und doch ganz und gar deutsch: Der große Coup dieses Goldgräber-Wagentreck-Pionier-Westerns made in Germany ist, dass er den amerikanischen Mythen nicht hinterhechelt, weil er seine amerikanische Geschichte von vornherein aus historisch verbriefter deutscher Perspektive erzählt. Unglaublich weit öffnet sich für diese bunt zusammengewürfelte Truppe der Blick auf unwirtliche Landschaften, schroffe Berge, dunkle Wälder und karge Steppen, die Kameramann Patrick Orth in atemberaubende Bilder fasst, begleitet von Dylan Carlsons Gitarre, deren sirrende Saiten so gespannt sind wie die Nerven der Reisenden.« EPD FILM

»Thomas Arslans Gold ist der erste deutsche Western, der wirklich vor Ort gedreht wurde, in den Weiten Kanadas. Der den Atem jener Zeit wirklich spüren lässt. Und Gold ist ein Frauen-Western. (...) Der deutsche Western lässt sich nicht länger auf Pierre Brice und Gojko Mitic begrenzen. Auch Nina Hoss muss man künftig dazurechnen. Man wird am Ende nicht erfahren, ob sie Dawson City je erreichen wird. Aber zu sich selbst, als selbständige Frau, hat sie da längst gefunden. Und, auch das muss man vermerken, der Staub der Freiheit steht ihr gut.« Berliner Morgenpost

»Großartig ist das Spiel von Nina Hoss, die ihre unnahbare, für die Zeit ungewöhnlich emanzipierte Frauenfigur immer mehr aus ihrer Verpanzerung ausbrechen lässt.« Hamburger Abendblatt

»Arslan entwickelt eine ganz eigene, subtile Spannung. Recht und Ordnung geraten allmählich aus dem Blickfeld, und Emilys anfangs weiße Bluse wird immer dreckiger. Sie bleibt die Starke, auch als sich Gefühle entspinnen und Verzweiflung sich breitmacht. GOLD ist nicht nur ein stiller und atmosphärischer Film, sondern durchaus auch ein feministischer, der auf gängige Rollenklischees seiner Zeit verzichtet. Wenn man so möchte, ist GOLD ein historisches Road Movie zu Pferd. Vor allem aber ist er eine Reise ins Ungewisse, die zeigt, was aus Menschen wird, die auf der Suche nach Wohlstand die Regeln der Zivilisation aus den Augen verlieren.« Player

»Wunderbar fängt Arslan in natürlichen Bildern die endlosen Weiten und deren mühsame Überwindung ein. Nina Hoss führt souverän ein glänzendes Ensemble an. Die immense Physis ihres Spiels – es ist ein Genuss, all das mit anzuschauen.« Kreuzer Leipzig

»Dass dieser lakonisch erzählte Spätwestern trotz sparsam dosierter Spannungselemente derart fesselt, liegt nicht zuletzt an einer großartigen Nina Hoss. Wir sehen einer ungewöhnlichen Frau zu, die erst unnahbar und später dann umso mitfühlender und entschlossener wirkt. Nina Hoss spielt diese keinesfalls leichte Wandlung mit einer bemerkenswerten Sicherheit und Grazie. Bereits nach wenigen Minuten mag man sich keine andere Aktrice in dieser nicht nur für das Western-Genre untypischen Rolle vorstellen. GOLD ist allein schon deshalb ein Frauen-Western, noch mehr aber ist es ein Werk, das hinter seinem historischen Dekor eine wahrhaft moderne, emanzipierte Frauenfigur verbirgt. Hoss macht wie schon zuletzt in „Barbara“ alles richtig und die Geschichte so zu ihrem Film. Schon ein Blick genügt, um als Zuschauer die Strapazen der Reise und dem, was bereits hinter ihr liegt, nachempfinden zu können. Wenn Nina Hoss schließlich erhobenen Hauptes zu den wuchtigen Gitarrenklängen Dylan Carlsons einer unsicheren Zukunft entgegenreitet, löst Arslans Western alle Versprechen ein.« Playtime